Der Onlinekurs

Die Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm hat in einem Kooperationsverbund zusammen mit dem Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen SoFFI F./FIVE Freiburg und dem SOCLES – International Centre for Socio-Legal Studies im Rahmen eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Projektes den Auftrag erhalten, im Zeitraum 2019-2022 einen Online-Kurs "Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt – ein interdisziplinärer Online-Kurs" zu entwickeln und zu evaluieren.

Die Fortbildung bündelt Erfahrungen aus 40 Jahren Forschung und Unterstützungspraxis gegen häusliche Gewalt aus unterschiedlichen Perspektiven.

Dieses Fortbildungsangebot wurde in intensiver und partizipativer Zusammenarbeit von Expert*innen aus dem Praxisfeldern entwickelt und evaluiert. Dies geschah u.a. durch interdisziplinäre Workshops und Rückmeldungen von Praktiker*innen und Teilnehmenden aus dem Online-Kurs. Ein Projektbeirat von Fachexpert*innen aus Wissenschaft, Praxis & Politik begleitet die Entwicklung des Online-Kurses.

Insgesamt durchliefen in den Jahren 2019 bis 2022 zwei Testkohorten mit insgesamt 5.294 Teilnehmenden den Kurs. Davon schlossen 2.470 Teilnehmende (46,6 %) den Kurs mit einem Zertifikat ab. Die Begleitforschung zum Kurs zeigt eine hohe Zufriedenheit mit dem Kurs und dessen Inhalten und eine signifikante Zunahme von Wissen und Kompetenzen.

Laufzeit der Kursentwicklung: 1. Mai 2019 bis 30. April 2022

Evaluation

Im Rahmen eines begleitenden Forschungsdesigns soll überprüft werden, inwieweit durch die Teilnahme an dem Online-Kurs der Erwerb von Wissen, Handlungs- und emotionalen Kompetenzen sowie der Transfer und die Dissemination der zur Verfügung gestellten Lerninhalte in die berufliche Praxis erreicht werden kann. Des Weiteren werden begleitend zum Kurs Befragungen, in Form von Online-Fragebögen, zur Nutzerfreundlichkeit und Qualität der Plattform stattfinden. Ziel ist es, den Kurs für die Teilnehmenden noch besser und praxisnäher gestalten zu können.